Das Fach Geschichte

Zum Einstieg ein kleines Gedankenexperiment: An was denkst du/denken Sie beim Fach „Geschichte“?

Meistens fallen die Antworten sehr eintönig aus, da man häufig selbst einen monologbasierten Unterricht erlebt hat, der auf einem Auswendiglernen von Daten und Fakten beruhte und somit als „langweilig“ und „veraltet“ in Erinnerung geblieben ist.

Geschichte ist jedoch mehr, denn sie umgibt und begleitet uns. So singt die Band Madsen in ihrem Lied ‚Du schreibst Geschichte‘ über unsere individuellen Lebensgeschichten, die es ebenso zu berücksichtigen gilt wie die publizierten Schlagzeilen in einer Zeitung. Ein bunter und spannend gestalteter Geschichtsunterricht berücksichtigt verschiedene Herangehensweisen und interpretiert die vorhandene mediale Ausstattung als sinnvolle Ergänzung. Das Ziel eines solchen Unterrichts ist es, gegebene Strukturen zu hinterfragen sowie der zunehmenden Unwissenheit entgegenzuwirken und die heutigen gesellschaftlichen sowie politischen Herausforderungen als historisch erwachsen zu betrachten. Kurz gefasst geht es im Fach Geschichte also darum, das Leben besser zu verstehen.

Die Schülerinnen und Schüler lernen menschliche Gesellschaften und gegenwärtige Identitäten in ihrem Gewordensein zu begreifen. Auf diese Weise entwickeln sie ein Bewusstsein für Geschichte. Dem entspringen eine Vorstellung der eigenen Begrenztheit, aber auch ein Gefühl für Veränderungsprozesse und -möglichkeiten, eine Skepsis gegenüber Manipulation sowie eine Orientierung in der Welt von heute und morgen. Der Geschichtsunterricht regt also in erheblichem Maße zum Denken an, was manchmal anstrengend oder auch unbequem sein kann.
In der Sekundarstufe I (nach G9) wird Geschichte in den Jahrgangsstufen 6, 7 und 8 zweistündig unterrichtet.

In den Klassen 9 und 10 wird ein sogenannter „Epochenunterricht“ durchgeführt. Dabei wird ein chronologischer Gang durch die Geschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart angeboten, der sachliche und methodische Grundlagen legt. In der Sekundarstufe II geht es zum einen um die Vertiefung der erworbenen Sach- und Methodenkompetenzen. Zum anderen stehen die Befähigung zu aktiver gesellschaftlicher Teilhabe in Form des Erwerbs von Urteils- und Handlungskompetenzen im Vordergrund. Die behandelten Themengebiete orientieren sich in den Grund- und Leistungskursen der Q1 und Q2 unter anderem an den Vorgaben des Zentralabiturs.

„Das Leben wird zwar nach vorwärts gelebt, aber nur nach rückwärts verstanden“.
Søren Kierkegaard

Projekte im Fach Geschichte

Im Zusammenhang des Faches Geschichte gibt es verschiedene Projekte, die regelmäßig durchgeführt werden, einige Beispiele:

Wenn in der 6. Klasse die griechische Götterwelt behandelt wird, kommen die „Götterkästen“ des Faches Geschichte zum Einsatz. Die Schülerinnen und Schüler drehen in Kleingruppen mithilfe der Götterfiguren kurze Stop-Motion-Filme, die anschließend in der Klasse angeschaut und ausgewertet werden.

In der 9. Klasse besuchen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Behandlung des Themas „Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg“ die Erinnerungs-, Gedenk- und Gräberstätte für die Opfer der Gewaltherrschaft im Nationalsozialismus auf dem Alten Mesumer Friedhof, die dank des bürgerschaftlichen Engagements von Günther und Magda Achterkamp seit vielen Jahren ein wertvoller Kooperationspartner des AJG ist. Vor Ort wird unter anderem ein digitaler Biparcours durchgeführt.

Geschichtskurse der Oberstufe veranstalten jedes Jahr zum 27. Januar eine schulische Gedenkveranstaltung zum „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“. Einige Kurse haben in der Vergangenheit außerdem z.B. Gedenkstätten in Auschwitz oder Esterwegen besucht.

Nikolaus Barbian  (Vorsitz)

LEHRER/INNEN IM FACH GESCHICHTE

Nikolaus Barbian

Philipp Bauer

Jennifer Bußmeyer

Meinolf Dörhoff

Henrik Kuhlmann

Christoph Miethe

Julia Mönnigmann

Elisabeth xRichter

Marten Wiesmann

Stefanie Wopen

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