Und wer kann das ändern? WIR!

Projekttag zum Thema “Abfall” in Saerbeck

Im Rahmen des schulinternen Konzepts für Nachhaltigkeitsbildung fand im März für die Klassen 7 ein Projekttag zum Thema Abfall und Recycling statt. Dafür durften die SuS zum Bioenergiepark nach Saerbeck fahren, wo ihnen ein abwechslungsreiches und sehr informatives Programm geboten wurde.

Der Saerbecker Bioenergiepark ist deutschlandweit bekannt für seine innovativen Technologien und seine gelungene Bürgerbeteiligung. Bei einer Rundfahrt über das Gelände konnten die SuS die zahlreichen Windkraftanlagen und riesigen Solarmodulflächen bewundern, mit denen die Gemeinde gutes Geld verdient, und das Kompostierwerk des Kreises Steinfurt besichtigen. Auch wenn es dort heftig stinkt, war es äußerst interessant zu sehen, wie aus den Abfällen der braunen Tonne wieder Erde gewonnen wird. „Sehr spannend, wie viel Müll zwischen dem Biomüll liegt, der dort nicht reingehört und was alles weggeworfen wird,“ so einer der Schüler.  Zu den falschen Gegenständen gehörte neben allerlei Plastik auch ein Fußball und sogar ein Computer! Was die meisten Erwachsenen vermutlich nicht wissen ist, dass die Müllgebühren für die braune Tonne in jedem Ort verschieden hoch sind: Je besser getrennt wird, desto niedriger sind sie!

Praktisch ging es in den verschiedenen Stationen zum Thema Mülltrennung und Recycling zu, aus denen sich die SuS mehrere auswählen durften:

Es wurde Altpapier geschöpft, Bienenwachstücher als Alternative zu Plastikfolien hergestellt, Esspapierschälchen als Ersatz für herkömmliche beschichtete Pommesschälchen mit speziellen Waffeleisen gebacken und aus Kerzenresten und Sägespänen Grillanzünder gebastelt. Die fertigen Produkte konnten die SuS auch am Ende mit nach Hause nehmen. „Mein Vater wird sich freuen, heute Abend wird direkt der Grill angeschmissen!“

Zum Thema Mülltrennung gab es nicht nur viele Informationen darüber, wie man es richtig macht und warum es so wichtig ist, richtig zu trennen. Gerade bei Verpackungen, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen (z.B. Joghurtbecher mit Aluminiumdeckel und Papierbanderole) ist es wichtig, diese unterschiedlichen Teile voneinander zu trennen. Auch die Schildchen auf Bananen- und Orangenschalen sollten unbedingt entfernt werden, bevor die Schalen im Biomüll landen, denn sie sind aus Plastik und verrotten nicht, wie die SuS mit eigenen Augen im frisch gewonnenen Kompost im Kompostierwerk erkennen konnten.

Zusätzlich konnten die SuS konnten auch Experimente durchführen. Dabei ging es darum, wie Verpackungsmüll weiter getrennt wird, um ihn wiederverwerten zu können. Hier kam das Wissen aus dem Chemieunterricht zur Anwendung: Durch Messen der Leitfähigkeit können Metalle z.B. mit Hilfe von Magneten aussortiert werden. Durch Messen der Dichte werden unterschiedliche Kunststoffe herausgefiltert, denn nur sortenreines Plastik kann recycelt werden.

Am Ende gab es viel Lob von beiden Seiten.

O-Töne von SchülerInnen:

  • „Ich hab’s mir langweilig vorgestellt, es war voll cool!“
  • „Ich habe viel neues gelernt, wie man richtig die Sachen trennt für den Müll, das wusste ich vorher nicht so genau.“
  • „Die Experimente haben Spaß gemacht und waren lustig.“
  • Leiter der Veranstaltung: „Ihr mit euren netten 7. Klassen überrascht uns immer wieder.“

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2026-03-18T15:01:33+01:00
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