AJG-ler Mika Austen hat beim Knobeln mit dem Kopf die Nase vorn

Verein „Reken rechnet“ zum zweiten Mal mit den Kreismeisterschaften am AJG

62+26+98+26+76, 473 x 999 oder 20 304 : 24 – das zu rechnen, fällt manchem schon schwer, wenn man Stift und Papier zur Hand hat. Aber komplett ohne Hilfsmittel und nur mit dem Kopf? Das ist für viele dann doch eine Herausforderung.
Ganz anders ist das für die 83 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Kreis Steinfurt, die am Montag in der Aula des Arnold-Janssen-Gymnasiums hoch konzentriert über ihren Aufgaben grübelten. So konzentriert, dass man während der gesamten Arbeitszeit kaum einen Ton in der Aula vernahm.

Bei den Kreismeisterschaften im Kopfrechnen waren die Grundrechenarten wie Multiplikation, Division, Addition und Subtraktion genauso gefordert wie Kettenrechnen, Primfaktorzerlegung oder das Auflösen von Quadratwurzeln. Für die insgesamt 177 Aufgaben hatten die Schüler 30 Minuten. Dabei waren keinerlei Hilfsmittel erlaubt: Es gab keinen Taschenrechner und auch ein Rechenweg durfte nicht notiert werden. Besonders erfolgreich war Mika Austen vom AJG in der Altersklasse III. Er holte 543 von 758 möglichen Punkten (siehe Infokasten).
„Uns macht Mathe Spaß. Für einige von uns ist das auch nicht der erste Wettbewerb dieser Art. Wir genießen vor allem die ruhige Arbeitsatmosphäre. Das ist eine nette Abwechslung zum sonstigen Schulalltag. Auch der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben ist eine Herausforderung“, sagten einige Schülerinnen und Schüler im Gespräch, nachdem sie ihre Zettel abgegeben hatten. „Die Aufgaben waren zwar schon schwer und anspruchsvoll, aber genau das ist der Spaß daran. Wir hatten Freude am Knobeln und Rätseln.“

Von Torben Theising

Die Veranstaltung am Montag war erst die zweite Auflage der Kreismeisterschaften im Kreis Steinfurt. Sie ist in dieser Form bundesweit einzigartig. „Normalerweise gibt es keine Kreisrunden“, weiß Oliver Spring von „Reken rechnet“. Der gemeinnützige Verein hat die Knobelmeisterschaft erneut organisiert. Man wolle den Schülerinnen und Schülern bereits früh eine Möglichkeit geben, sich an den anspruchsvollen Aufgaben zu versuchen. Zusätzlich würde man Begabungen im Kopfrechnen bereits früh in den Schulen erkennen, sagte Spring.
Er ist zusammen mit seiner Frau Dinah der Gründer von „Reken rechnet“. Das Ehepaar veranstaltet die Knobelmeisterschaften ehrenamtlich. „Wir haben selbst Freude an der Mathematik und sind durch die Erfolge unseres Sohnes bereits mit Kopfrechenwettbewerben vertraut.“ Das Ehepaar entwickelt auch die Aufgaben, die die Kinder rechnen müssen.
Insgesamt werden in vier Altersgruppen die beste Kopfrechnerin oder der beste Kopfrechner gesucht. Für die Gruppe der Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 bis 13 gab es allerdings in diesem Jahr keine Anmeldungen und daher auch keine Prüfung. Mit 37 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war der Gastgeber, das AJG, am stärksten vertreten. Für die drei erfolgreichsten Schüler jeder Altersstufe folgt die Münsterlandmeisterschaft. Wer auch dort erfolgreich ist, der fährt zur Bundesmeisterschaft.
Da noch weitere Kreismeisterschaften stattfinden, sind die angegebenen Aufgaben aus dem vergangenen Jahr.

von Torben Theising für die MV,
erschienen am 11.02.2025

Altersklasse I (Klasse 5):
Gold: Joris Thierij (179 Punkte, Martinum)
Silber: Robin Theele (147 Punkte, AJG)
Bronze: Marian Büker (121 Punkte, AJG)

Altersklasse II (Klasse 6):
Gold: Fenja Ferentschick (247 Punkte, Fürstenberg-Gymnasium)
Silber: Lucy Rust (241 Punkte, AJG)
Bronze: Lea Schäfers (166, AJG)

Altersklasse III (Klassen 7-9):
Gold: Mika Austen (543 Punkte, AJG)
Silber: Lukas Hölscher (296 Punkte, städtische Realschule Burgsteinfurt)
Bronze: Linus Kappen (266 Punkte, AJG)

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