Zootiere aus nächster Nähe und doch auf Distanz

„Pinguin, Löwe und Co.“ – das hieß es am Donnerstag auch für die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler des Arnold-Janssen-Gymnasiums (AJG). Sie bekamen eine eigene Führung durch den „Allwetterzoo“ in Münster – doch anders als in der eingangs erwähnten Fernsehsendung waren die Zooführer nur für sie da und leiteten sie durch den gesamten Zoo. Dafür wurde eine Sitzung über eine Online-Meeting-Plattform eingerichtet, sodass die Schülerinnen und Schüler an dieser virtuellen Führung teilnehmen konnten. Mit der Intention, den Kindern eine spannende Abwechslung zum eintönigen Schulalltag Zuhause im „Home-Schooling“ auf Distanz zu bieten, organisierten die Lehrerinnen der fünften Klassen – Bettina Bartels, Miriam Brincks, Hildegard Clancett und Ruth Janning – dieses besondere Event.

Antilopen und Wildpferde

Beginnend mit den „Bongos“, einer speziellen Antilopen-Art, leiteten die Angestellten des Allwetterzoos – Sebastian Rohling, Ralf Hendriks und Jan Ruch – die Kinder durch den Zoo. Von den Ponys, Eseln und Wildpferden ging es zunächst weiter zu den Malaien-Bären namens „Frodo“ und „Sophie“. Anschließend erklärte Zooführer Ralf den Fünfern das Vorkommen sowie die Rudelentwicklung von Wölfen generell.

Schüler/innen stellen Fragen live im Chat

Doch auch die Schülerinnen und Schüler konnten eigene Fragen in den Online-Chat stellen, die auch schnell beantwortet wurden. Beispielsweise erkundigten sie sich nach dem Vorkommen einiger besonderer Tierarten oder auch nach dem exotischsten Tier dieses Zoos. Letzteres beantworteten die Pfleger mit folgendem Tier: Von der besonderen Spezies dieser Schildkröte, wie sie dort vorhanden sei, gebe es weltweit nur noch 250 Exemplare und deswegen sei sie für den Zoo „von ganz besonderem Wert“.

Löwen werden nicht gestreichelt

Nach den Trampeltieren, bei denen sie die Unterschiede zwischen Kamelen, Dromedaren und Trampeltieren erklärten, sowie den Rotluchsen filmten sie die Afrika-Anlage für die Fünfer des AJG. Von Nashörnern über Zebras, Strauße und Löwen war alles dabei. Die Frage eines Schülers „Streichelt ihr Löwen?“ mussten die Zoo-Mitarbeiter jedoch verneinen, woraufhin sie erklärten, dass man Löwen nur streicheln könne, wenn sie schlafen. Denn sie – und auch die anderen Raubkatzen des Allwetterzoos, wie beispielsweise die Tiger, Leoparden und Geparden – seien sonst viel zu gefährlich für den Menschen.

Des Weiteren berichteten sie auch von dem Ablauf einer Fütterung solcher Tiere wie den Löwen oder auch den Gorillas und Orang-Utans: Das Futter müsse in das Gehege gebracht werden, wenn die Tiere sich gerade woanders aufhalten und nicht zu den Tierpflegern kommen könnten.

Innerhalb der kurzen Zeit, die den drei Zooführern blieb, und aufgrund einiger Umbau-Maßnahmen im Zoo konnten sie den Schülerinnen und Schülern jedoch nicht alle rund 280 Tierarten und etwa 3.000 Tiere zeigen. Doch für die jungen Zuschauer sowie ihre Lehrerinnen und Lehrer war diese kurze Zeit etwas ganz Besonderes. Sie haben die Abwechslung vom normalen Alltag jedenfalls sehr genossen und freuen sich sehr darauf, wenn sie selber wieder in den Allwetterzoo in Münster gehen und all die Tiere, die es für sie nur auf dem Bildschirm gab, in aus nächster Nähe sehen können.

Münsterländische Volkszeitung

ÄHNLICHE BEITRÄGE

2021-11-14T10:43:53+01:00
Nach oben