Zukunft zum Anfassen – Expert:innen geben am AJG Orientierung zu den „Traumberufen“

Berufliche Orientierung mit Einblicken aus erster Hand

Am vergangenen Samstag fand am Arnold-Janssen-Gymnasium erneut die Berufsorientierungsveranstaltung „Traumberufe“ statt. Rund 180 Schüler:innen der Jahrgangsstufen 9, 10, EF und Q1 nutzten die Gelegenheit, sich über verschiedene Ausbildungs- und Studienwege zu informieren. Während einige bereits konkrete Berufsvorstellungen hatten, suchten viele noch nach ersten Ideen für die berufliche Zukunft.

Nach einer kurzen Begrüßung bedankte sich das Traumberufe-Organisationsteam bei den Referentinnen und Referenten sowie bei der Schulleitung und dem Hausmeister für die Unterstützung. Anschließend stellten sich alle Referent:innen gemeinsam in der Aula vor und zeigten sich beeindruckt von der großen Zahl motivierter Jugendlicher an einem Samstagmorgen.

Praxisnaher Austausch mit Expert:innen

Im weiteren Verlauf teilten sich die Schüler:innen auf zwei Präsentationsrunden auf, in denen genügend Raum für Fragen und persönlichen Austausch bestand. Vorgestellt wurden unter anderem die Bereiche Medizin, Rechtspflege, Sozialpädagogik, Strategisches Marketing, Prozessmanagement, Eventmanagement, Maschinenbau, Steuerberatung und Lehramt. Dabei ging es nicht nur um Studienmöglichkeiten, sondern ausdrücklich auch um Ausbildungswege und duale Modelle.

Mehrere Referenten gaben auch sehr persönliche Einblicke in ihren beruflichen Werdegang, wodurch die Vorträge für die jungen Besucher:innen besonders authentisch, praxisnah und inspirierend wurden. Beispielsweise schilderte Christian Spree(Maschinenbau, Firma Krone), wie er nach einer Ausbildung und einem späteren Studium verschiedene Stationen im Unternehmen durchlief – vom Produktcontrolling bis zur Kostenoptimierung. Sein Rat an die Jugendlichen: „Eine Ausbildung kann ein guter Ausgangspunkt sein, um herauszufinden, welcher Weg zu einem passt.“

Dr. Andreas Kruse (Medizin) berichtete von der hohen Nachfrage nach medizinischen Fachkräften und erläuterte Studienmöglichkeiten, Facharztausbildung und berufliche Perspektiven. Dabei betonte er, wie wichtig die stetige Weiterqualifizierung und Offenheit für neue Aufgaben sei: Ausbildung sei ein lebenslanger Prozess. Dennis Hessing(Sozialpädagogik, Evangelische Jugendhilfe Münsterland) gab einen Einblick in seine Arbeit mit Jugendlichen in einer Intensiv-Wohngruppe und betonte die Bedeutung praktischer Erfahrung, Selbstreflexion und Belastbarkeit in sozialen Berufen.

Austausch in entspannter Atmosphäre

Während der Pause bot die Q1 belegte Brötchen, Kuchen und Getränke an, deren Erlös der Abikasse zugutekommt. Viele Schüler:innen nutzten die Gelegenheit zum Austausch – häufig auch mit der Erkenntnis, dass es völlig normal ist, noch keine konkrete berufliche Vorstellung zu haben. „Ich bin hier reingegangen ohne richtige Idee, was ich später machen möchte, und gehe mit mehreren Ideen wieder heraus“, fasste eine Schülerin aus der EF ihren Eindruck zusammen. Ein Referent brachte es aus seiner Sicht auf den Punkt: „Ein direkter Austausch hilft viel mehr als jede Internetrecherche.“

Rückblick und Ausblick

Das Organisationsteam – Alexander Doumat, Nicola Fendesack, Martina Lohaus-Selmer, Sandra Michler, Kathrin Mühlhause, Sarah Tocke, Michaele von der Straten und Eugen Walz – zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung und den positiven Rückmeldungen. Besonders wertvoll sei, dass der Vormittag ohne Leistungsdruck Raum für offene Fragen bot und den Jugendlichen half, sich aktiv mit ihrer beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen.

Bereits jetzt werden erste Ideen und Wünsche aus einer Schüler:innen-Befragung ausgewertet, um mit den Planungen für „Traumberufe 2026“ beginnen zu können.

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2025-11-19T08:30:36+01:00
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