Interview mit Johanna Kleinbreuer (15)

Johanna Kleinbreuer aus Emsdetten ist neue Schülersprecherin am Arnold-Janssen-Gymnasium (AJG). Neben Bastian Zabel und Clara Quibeldey ist die 15-Jährige die dritte Kraft, die als Schülersprecherin die knapp 1000 Schülerinnen und Schüler vertritt. Im Interview sprudelte sie vor Ehrgeiz und Motivation, ihre neue Aufgabe mit Bravour zu meistern. Die ehrenamtliche Tanztrainerin engagiert sich zudem in der Bigband der Schule, im Oberstufenchor und als Klassenpatin in der Jahrgangsstufe 5.

Was hat dich motiviert, dich für diese Aufgabe zu bewerben?

Johanna Kleinbreuer: Als ich in der Jahrgangsstufe 5 war, sah ich die Schülersprecher immer als Vorbild. Das wollte ich auch mal werden und als ich in der Klasse 8 Klassensprecherin wurde, war ich auch in Geeste und habe gemerkt, wie viel Engagement dort zu spüren war. Das hat mich sehr gereizt und habe daher meine Bewerbung abgegeben.

Was passiert in Geeste? Kannst Du erklären, was sich dahinter verbirgt?

Johanna Kleinbreuer: Zunächst erst einmal ist es ein Ortsteil in Lingen, direkt am Speicherbecken. Im Jugendgästehaus dort findet bereits seit 20 Jahren ein dreitägiges Seminar aller Klassen- und Stufensprecher der Schule statt. Mit drei SV-Lehrern und den Schülersprechern sind wir etwa 40 junge und engagierte Vertreter der Schülerschaft und bereiten dort sehr intensiv das Schuljahr vor mit zahlreichen Aktivitäten. Geeste ist für mich daher ein Inbegriff von konstruktiver Arbeit und intensivem Miteinander, nicht zuletzt auch durch das gemeinsame Kochen und die Übernachtungen. Das schweißt zusammen.

Wie war das jetzt in diesem Jahr?

Johanna Kleinbreuer: Wir mussten wegen der Pandemie ausweichen auf zwei Tage im Karl-Leisner-Haus in Neuenkirchen. Übernachtung und gemeinsames Kochen gab es leider nicht, aber viele gute Ideen und Pläne für das laufende Schuljahr. Maskenpflicht und Coronatests standen aber auch auf dem Programm. Doch immerhin ist es nicht ausgefallen wie im letzten Jahr. Ich hatte das Gefühl, dass das die SV-Gemeinschaft noch einmal deutlich gestärkt hat. Die SV-Arbeit empfinde ich als enorm wichtig und spüre auch die Unterstützung der Lehrerschaft und vor allem auch der Schulleitung, die uns regelmäßig in Geeste oder jetzt hier in Neuenkirchen besucht und uns Rede und Antwort steht.

Worin siehst du deine Aufgabe als SV-Schülerin?

Johanna Kleinbreuer: Ich bin ein sehr engagierter Mensch und hoch motiviert, unsere Ideen und Pläne umzusetzen. Das war wegen der Pandemie im letzten Jahr nur sehr schwer möglich. Auf unserem diesjährigen Seminar haben wir viele neue Ideen für Aktionen entwickelt, auf die ich mich sehr freue. Daneben bleiben Aktionen wie die Nikolausaktion, den Casinoabend, den Erprobungsstufenkarneval oder den Sportnachmittag, die wir als SV in jedem Jahr anbieten.

Du bist auch in der Bigband, im Chor, Klassenpatin, Tanztrainerin. Wie schaffst du all das Engagement?

Johanna Kleinbreuer: Ich erfahre viel Unterstützung, vor allem auch durch meine Mutter. Es macht einfach Spaß und das musikalische Angebot am AJG war für mich auch ein Grund, hier zur Schule zu gehen. Die Arbeit in der Bigband ist einfach toll. Und am letzten Freitag durfte ich bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Joseph Lülf in Emsdetten zum ersten Mal ein Solo singen, „Time after Time.“ Ich war natürlich nervös, bin aber sehr dankbar für diese Chance und freue mich auch den Oberstufenchor, der lange keine Gelegenheit mehr zu öffentlichen Auftritten hatte. Schule und Hausaufgaben sind natürlich auch noch da.

Münsterländische Volkszeitung

ÄHNLICHE BEITRÄGE

2021-11-14T10:10:05+01:00
Nach oben