„Changes Award“ am AJG

Wiederverwertung von Schulmüll verbessern

Drei Schüler vom Arnold-Janssen-Gymnasium (AJG) wollen ihren Alltag nachhaltiger und klimafreundlicher gestalten: Simon Kerzel (16), Marvin Hassink (17) und Johannes Jung (16) nehmen an dem „changes.AWARD“ teil, wo es in diesem Jahr um „Kreislaufwirtschaft“ geht. Die drei Schüler der 11. Klasse möchten unter dem Projektnamen „KeepItIn“ das Problem des Abfallmanagements an Schulen revolutionieren. Dazu soll der getrennte und gesammelte Müll der Schule von Recyclingunternehmen abgeholt werden.

Veranstaltet wird der online-Wettbewerb „changes.AWARD“ von dem Verein „Freunde und Förderer des Industriemuseums Cromford“ und „Mitsubishi Electric Europe“ (siehe Info-Box unten). Die Gewinner des Projektes fahren in die japanische Hauptstadt Tokyo und erhalten für ihre Schule 1500 Euro Preisgeld. Insgesamt 29 Teams aus ganz Deutschland haben sich mit kreativen Ideen beworben, um den Alltag langzeitig nachhaltiger zu gestalten. „Wir sind auf das Projekt durch unseren Lehrer Philipp Bauer gestoßen und waren uns sofort einig, dass im Gebiet Schulmüll Handlungsbedarf besteht“, berichten die drei Schüler im Gespräch mit unserem Medienhaus.

Umweltschutz, Klima und Nachhaltigkeit

Seit ein paar Jahren werden Umweltschutz, Klima und Nachhaltigkeit bei der Jugend immer wichtiger. Durch die Bewegung „Fridays for future“ wird beispielsweise global auf Missstände hingewiesen. Aber auch vor Ort versuchen Jugendliche, ihren Alltag nachhaltiger und klimafreundlicher zu gestalten. Die drei Schüler der 11. Klasse möchten mit ihrem Projekt „KeepItIn“ (engl.: „Behalte es drin“) erreichten, dass der getrennte und gesammelte Müll der Bildungsstätte von Recyclingunternehmen abgeholt wird. Die Idee: Nach dem Recyclings-Prozess werden die Abfallprodukte zugunsten der Schüler weiterverarbeitet. So können recycelte Stühle oder Tische entstehen, aber auch Schreibmaterialien wie Collegeblöcke oder Schnellhefter. Diese Materialen können wieder in der Schule verkauft werden und schließen somit den Kreislauf.

„Uns war es wichtig, den Kreislauf so gut wie möglich zu vollenden und Produkten ein zweites Leben zu schenken“, sagt Simon. „Schließlich wird der meiste Müll immer noch verbrannt oder in andere Länder verschifft,“ ergänzt Johannes. Später könnte das System auch auf Firmen ausgeweitet werden.

Abstimmung

Auf der Internetseite von www.changes.award.de kann noch bis zum 31. Januar für ein Favoriten-Projekt abgestimmt werden. Damit kommen die Schüler in die nächste Runde. Simon, Marvin und Johannes würden sich über viele Stimmen freuen…

hier abstimmen

Changes-Award

Die Veranstalter des changes.AWARDs sind die Freunde und Förderer des Industriemuseums Cromford und die deutsche Niederlassung von Mitsubishi Electric Europe B.V. Der changes.AWARD soll Schüler für das Thema Nachhaltigkeit begeistern und sie darin bestärken, neue Ideen und Innovationen zu entwickeln und zu präsentieren. Tragbare CO2-Messgeräte, Rollläden, die Sonnenenergie speichern, intelligente Stromsparsteckdosen, Notrufbuttons für Sportler, Apps für Lernen im Schlaf – das waren die Gewinnerideen der vergangenen changes.AWARDs. „Jahr für Jahr beweisen die Teams in dem Businessplan-Wettbewerb ihre Kreativität und ihren Teamgeist“, heißt es auf der Homepage des Wettbewerbs. In diesem Jahr dreht sich alles um das Thema „Kreislaufwirtschaft“. Zero Waste, Recycling, Second-Sourcing – das alles sind Schlagwörter, die in Frage kommen. Dabei geht es um die nachhaltige Rückführung von Stoffen und um die Verlängerung des Produktlebenszyklus. Ziel ist es, Produkte möglichst lange zu nutzen: durch Reparatur, Wiederverwendung oder Teilen.

Münsterländische Volkszeitung

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