Viele Orte aber eine Welt – Besuch aus Peru am AJG

„Gemeinsamkeiten entdecken, Vorurteile abbauen und voneinander lernen” – so lautet das gemeinsame Ziel…

In einer Welt voller Stereotype und Vorurteile haben sich das Arnold-Janssen-Gymnasium und seine neue Besucherin aus Peru ein gemeinsames Ziel gesetzt: Vorurteile abbauen! Indira Icochea ist zurzeit als Besuch am bischöflichen Gymnasium unterwegs und nimmt für drei Wochen am Schulleben teil und unterstützt den Unterricht. Dabei ermöglicht ihr ein Stipendium des pädagogischen Austauschdienstes (PAD) die Chance, den SchülerInnen ihre Sprache und Kultur im Unterricht n.her zu bringen und ihrerseits Erfahrungen in Deutschland zu sammeln.
Schon zur ersten Stunde musste sich Indira vielen neugierigen Fragen stellen. Besonders die jüngeren SchülerInnen waren gespannt darauf, sie besser kennenzulernen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede festzustellen. Dabei erkannten sie zum Beispiel, dass Themen wie der Klimawandel jeden Menschen auf der Welt betreffen. Aber auch die verschiedenen Ferienzeiten zwischen den beiden Ländern sorgten für einige überraschte Gesichter bei den neugierigen SchülerInnen. Schließlich dauern die Sommerferien in Peru fast drei Monate und beginnen bereits im Dezember. Weihnachten im Sommer? Für uns undenkbar.
Während ihres Aufenthaltes hospitiert Indira in allen Fächern und Jahrgangsstufen des AJGs.
Aber besonders in den Spanischkursen sind Gäste aus dem Spanisch sprechenden Ausland sehr gefragt. Die SchülerInnen freuen sich dann sehr auf jene Stunden, in denen sie sich direkt mit einer Muttersprachlerin austauschen können. Dabei haben sie die Möglichkeit im Gespräch, die eigenen Kulturen zu präsentieren und aktiv ihre Sprachkenntnisse zu verbessern.
Derzeit ist neben Indira aus Peru auch Irene Rodriguez Navarro aus Spanien zu Gast am AJG. Anders als Indira bleibt sie bis Ende Mai und wird als Fremdsprachenassistenin ausschließlich im Spanischunterricht eingesetzt. Auch ihr Aufenthalt wird durch ein Programm des PAD gefördert und hat den interkulturellen Austausch zum Ziel.
Indira nutzt die drei Wochen, um Land, Leute und das AJG besser kennenzulernen. „Während meiner Zeit hier plane ich nicht nur etwas über die Didaktik und Methodik zu lernen, sondern auch jeden Schüler einzeln etwas besser kennenzulernen.“, äußert Indira im Gespr.ch mit der Journalismus AG. Sie ist sehr begeistert von der Schule und hat sich sehr über ihren Start dort gefreut.
„Ich möchte mehr als eine gute Lehrerin sein.“, berichtet Indira in Bezug auf ihre zukünftigen Pläne. Die gelernte Psychologin ist nebenbei mit ihrer Fortbildung als Ortslehrkraft an ihrer deutschen Schule in Lima beschäftigt. „Mir ist es wichtig, auf die Gefühle aller SchülerInnen zu achten und zu wissen, dass Lehrerin sein mehr ist, als nur Inhalte zu vermitteln.“, ergänzt sie stolz. Die junge Lehrerin ist sich sicher, dass ihre Zeit am AJG bestimmt von vielen schönen und aufschlussreichen Momenten geprägt sind.

Lucy Sommer (Kl. 10 für die Journalismus-AG)

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2023-11-08T18:02:28+01:00
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