AJG Projekt in Zusammenarbeit mit der AOK

„Wisst ihr, welches Tier im Wald gerne Süßigkeiten isst?“, fragte die zertifizierte Waldpädagogin Christa Lührmann die jungen Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangsstufe 7 des Arnold-Janssen Gymnasiums. Im Rahmen einer Projektwoche durchlaufen sie in dieser Woche das Projekt „Natürlich (er)leben“, das in Zusammenarbeit mit der AOK seit vier Jahren für die Jahrgangsstufe 7 angeboten wird. In mehreren Gruppen beschäftigen sich die jungen Schülerinnen und Schüler mit allem, was es im Wald zu lernen gibt.

Lehrreiche Wanderung

„Und kennt ihr den Gundermann?“, fragt sie weiter und greift hinter sich, um diese Gundelrebe zu pflücken, „Diese Pflanze hat eine entzündungshemmende, schleimlösende und stoffwechselfördernde Wirkung. Eignet sich hervorragend in der Bekämpfung von Pickeln, selbst erprobt bei meinen Kindern.“ Voller Begeisterung berichtet die freiberufliche Pädagogin von zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten, auch zum Verzehr als Beigabe für Kuchen und Nachtisch. „Aber Vorsicht! Nicht im Wald pflücken, denn die Lunte des Fuchses kann die Pflanze mit dem Bandwurm verseucht haben. Ich nehme sie immer direkt aus meinem Garten.“

Das Waldprojekt zeigt immer wieder, wie die Begeisterung übergreift auf die jungen Lernenden, die diese Art des Unterrichts schätzen, heißt es in einer Pressemitteilung. Bedingt durch die Pandemie wurde der Eventcharakter in den Vordergrund gestellt. „Sonst war das Projekt angedockt an die Entwicklung der Sozialkompetenz, unser Soko-Projekt, erläutert Ruth Janning, stellvertretende Schulleiterin den Zusammenhang dieser pädagogischen Leitlinie, „es gilt die Schülerinnen und Schüler für Bewegung und das Leben mit der Natur zu sensibilisieren. Und die Resonanz ist durchweg positiv. Wir haben bisher sehr gute Erfahrung damit gemacht.“

Und welches Tier isst im Wald gerne Süßigkeiten? Und es reicht auch schon eine lose weggeworfende Tüte. „Der Fuchs verschlingt die leere Verpackung, im Magen binden sich die Plastikteile und blockieren den Magenausgang“, warnt Lührmann vor achtloser Müllentsorgung, „Füchse, aber auch andere Tiere, verenden.“

Münsterländische Volkszeitung

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2022-01-03T15:31:19+01:00
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